Freitag, 23. Januar 2015

3 Tage Detox

Die Instagramer und Facebooker unter euch, die mich dort verfolgen werden mitbekommen haben, dass ich mich an Detox probiert habe. Bevor ich mit Rezepten und meinen Empfindungen an jenen Tagen vorfahre, will ich euch erstmal erklären, wieso ich das ganze überhaupt gemacht habe. 
Es hat nichts mit irgendwelchen Jahresvorsätzen und Abnehmwünschen zu tun. Im Dezember habe ich mich einfach schlecht ernährt. Die tägliche Kekszufuhr und auch die großen Essensausnahmen an den Feiertagen, an Wochenenden kam dann öfter auch die ein oder andere Pizza dazu, führten merkwürdigerweise nicht zu einer Gewichtszunahme. Vielmehr führte diese Ernährungsweise zu einer, ich sage mal, verschlechterten Haut. Unreinheiten und ein fahler Teint erkannte ich täglich im Spiegel. Normalerweise habe ich so gut wie gar keine Probleme mit meiner Haut, aufgrund meiner täglichen Routine und eigentlich ausgewogenen Ernährung. Im Dezember merkte ich dann, dass sich nur durch wenige Tage Fast Food und vermehrten Süßigkeiten alles ändern kann. Da trotz verbesserter Ernährung im neuen Jahr meine Haut sich nur mäßig besserte und auch meine Haare anfingen auszufallen, entschied ich mich für eine kurze Detox-Kur. 

Detox, das bedeutet Entgiften. Denkt ihr dann auch direkt Oh mein Gott?, weil euch dann bewusst wird, dass ihr anscheindend irgendwelche Gifte zu euch nehmt? Also, ich bin kein Ernährungswissenschaftler und kann überhaupt nicht beurteilen, in wiefern es sich tatsächlich um Gifte handelt, aber ich habe mir jetzt einfach eingeredet, dass man damit einfach Stoffe meint, die der Körper nicht braucht und ihn nicht unbedingt belasten, aber zu mehr Arbeit zwingen, da er sie wieder ausscheiden muss. 
Wer Detox googelt, wird viele Seiten finden, die irgendwelche Pläne auflisten, einem sagen was erlaubt ist und was nicht und sich natürlich gegenseitig widersprechen. Da weiß man überhaupt nicht, an wen man sich halten soll und wer Recht hat. Die einen sagen jedes Obst ist erlaubt, die anderen nur fünf Obstsorten. Beim einen sind nur bestimmte Brotsorten in Ordnung, bei anderen überhaupt keine. Ihr merkt also, wie schwierig es ist, sich da einen Plan zu machen. Vor allem, weil auch bei den Vorgehensweisen Unterschiede bestehen. Die einen raten zu einer Darmentleerung am Anfang, also zwei bis drei Tage Heilfasten mit Tee, Wasser und Säften. Dann solle man zwei Tage nur Obst und Gemüse essen und in den darauf folgenden Tagen den Körper immer mehr an die verschiedenen Nahrungsmittel gewöhnen. Ganz ehrlich? Nichts für mich. Wieder andere beschränken sich einfach auf die Ernährung. An Tagen an denen man detoxen möchte, sind einfach bestimmte Lebensmittel tabu. Genau meins! Also verzichtete ich drei Tage lang auf Kaffee, schwarzen Tee und trank nur Kräutertee und Wasser. Übrigens gab es hinsichtlich der Getränke auch Ungereimtheiten. Die einen erlaubten grünen Tee, die anderen wieder nicht. Ich habe ihn mal weg gelassen. Statt euch aufzulisten, was alles verboten ist liste ich euch lieber die Lebensmittel auf, mit denen man sich satt essen kann: Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Dinkelflocken, Geflügel, Fisch, brauner Reis und Nüsse. Klingt doch gar nicht so schlecht, oder? Es ist auf jedenfall viel dabei. Ich habe die drei Tage allerdings komplett auf Fleisch und Fisch verzichtet. Beginnen wir nun mit meinen Rezepten:

Morgens habe ich die gesamten drei Tage Porridge gegessen. Dafür habe ich einfach 3 EL Dinkelflocken mit einem TL Walnussöl in einer Pfanne angeröstet. Daraufhin habe ich knapp 250 ml Wasser hinzugefügt und gewartet, bis die Flocken zu einem Brei wurden. Dann habe ich nach Augenmaß noch gehackte Mandeln hinzugefügt. Um dem Ganzen Geschmack zu verleihen habe ich Zimt und einen TL Honig zum Brei hinzugefügt und gut durchgemischt. Mit Obst habe ich mein Frühstück abgerundet. 
Ich muss gestehen, mir fehlte mein Brot zum Frühstück. Ich brauch morgens doch was knackiges, wie Brötchen und leckeren Käse. Aber da es sich nur um drei Tage handelte war das gut zu meistern. 

Mittags war ich meistens zu faul, um noch mal zu kochen. Darum habe ich meistens einen Smoothie getrunken, oder mir einfach verschiedene Obstsorten zu einem Salat geschnibbelt. Ich gehöre zu denjenigen, die mittags eher einen kleinen Hunger verspüren, darum war diese Wahl genau das richtige für mich. An sich bin ich kein großer Smoothiefan, aber sie haben wirklich gesättigt und diese Sorte von Penny war wirklich sehr lecker! Werde ich wohl öfter mal kaufen, für den Hunger zwischendurch.
Abends habe ich mich meistens von Suppen ernährt. Auf dem Bild seht ihr eine Kokos-Curry-Suppe. Ich habe einfach Kokosmilch in einem Topf erhitzt und etwa 2 TL Reis darin gegart. Sobald alles durch war habe ich Curry und Paprikapulver hinzugefügt. War okay, würde ich aber so nicht noch mal essen. Das war übrigens am dritten Tag.
Am ersten Tag hatte ich mir eine leckere Erbsensuppe gemacht. Die war wirklich so deliziös, dass ich sie am liebsten alle drei Tage gegessen hätte. Ich habe einfach Erbsen aufgekocht und zum Wasser etwas Paprikapulver und Pfeffer hinzugegeben. Einige Erbsen habe ich danach zur Seite gelegt, da der Rest im Topf püriert wurde. Statt Milch, welches bei Detox tabu ist, habe ich Kokosmilch verwendet und das ganze mit einem Zauberstab püriert um anschließend die zur Seite gelegten Erbsen hinzuzugeben. Um den Geschmack abzurunden habe ich noch was Muskatnuss hinzugegeben und mit Pfeffer nach gewürzt. Wirklich lecker!
Am zweiten Tag habe ich mir einen Bohneneintopf gemacht. Dafür habe ich einfach zwei Zwiebeln in etwas Öl angeschwitzt und eine Dose dicker, weißer Bohnen samt Flüssigkeit in den Topf gegeben. Nun noch Tomatenmark und Pfeffer hinzu un ein wenig köcheln lassen. 

Essenstechnisch war detoxen kein großer Aufwand und auch kein großes Problem, vor allem weil das Internet voll mit Rezepten ist. Ich habe mir aber eher selber Rezepte ausgedacht bzw. einfach rumprobiert und so waren die drei Tage erträglich. Zwar vermisste ich manchmal das herzhafte Kauen, aber dieser Appetit verging auch wieder schnell. 
Die ersten zwei Tage waren sehr einfach und gingen gut voran. Vielmehr bereitete mir der dritte Tag Probleme. Ich denke es lag daran, dass der Körper ersteinmal versuchte, mit dieser Umstellung klar zu kommen, aber auch alles, was raus sollte nun ausscheiden wollte. Ich hatte einen richtig dicken Blähbauch nach der Kokos-Suppe. Wäre ich noch raus gegangen, hätte man mich wohl für schwanger gehalten. Jedenfalls war das eine harte Nacht, in der mir Übel wurde und ich schmerzen im Bauch hatte. Das war wirklich kein toller Spaß. Aber nachdem ich sie überstanden hatte, fühlte ich mich blendend. 

Meine Haut ist tatsächlich weicher geworden und fühlt sich auch besser an. Die Unreinheiten vermehrten sich, ich denke das liegt daran, dass alles was noch schlummerte einfach jetzt raus kam. Nach ein paar Tagen waren sie auch weg und meine Haut genauso wie vorher. Mein Ziel hatte ich also erreicht. Meine Haare wurden auch griffiger und fielen weitaus weniger aus. Abgenommen hatte ich auch. Stolze 1.5 Kilogramm. Da ist natürlich die Frage, wie schnell die wieder drauf sind. Laut meiner Waage ist mein Wasseranteil gleich geblieben, lediglich der prozentuale Fettanteil hat sich stark verringert. Ich glaube den Angaben der Waage bezüglich dieser Körperanteile sowieso nicht ganz, aber dass ich Fett verloren habe, das glaube ich wirklich. Immerhin wird Detox auch nachgesagt, dass es die Fettzellen zum Abbau anregen würde. Man soll übrigens auch um die 2 Liter Wasser am Tag trinken plus tee. Aber gut, dass sollte man auch, wenn man nicht detoxt.
Ich habe definitiv weniger Hunger nach diesen drei Tagen und werde schneller satt. Obwohl ich nach den drei Tagen ja wieder alles essen durfte, habe ich mich trotzdem an die gesünderen Varianten gehalten. So habe ich mir Salat mit Thunfisch gemacht etc. Lediglich Brot musste wieder in meine Morgenroutine eingebaut werden und man habe ich mich darauf gefreut! Brot ist mein bester Freund, obwohl mich das Porridge genauso lange satt gehalten hat. Mein Fazit zum detoxen ist, dass ich es definitiv noch mal machen würde und auch werde, obwohl der dritte Tag bzw. Nacht so furchtbar war! Aber die Ergebnisse sind einfach top. Ich habe mir jetzt vorgenommen, 1-2 Mal die Woche Detoxtage in dieser Form einzulegen, also schlicht frisch zu essen und auf gewisse Lebensmittel zu verzichten. 
Habt ihr schon mal gedetoxt, oder es vor? Habt ihr andere Erfahrungen gemacht, oder gar ein anderes Programm gewählt? Lasst es mich wissen!





Kommentare:

  1. Es gibt so viele Detoxkuren dass man so schnell den Überblick verliert!
    ich glaube einfach, man sollte ein paar Tage das essen, was bei einem nicht blöd im Bauch liegt :D

    Meine Haut wurde leider nicht besser, im Gegenteil. Ich habe wieder die fiesen Pickel am Kinn (die, die weh tun). Ich weiß jetzt nicht, ob das wegen Detox, dem lernstress ODER dem Absetzen der Pille (bin zu faul die zu kaufen :D ) zu tun hat :)

    Liebst
    Svetlana

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  2. Hab noch nie davon gehört aber vieles davon nehme ich auch gerade zu mir, wegen meiner Ernährungsumstellung.

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  3. Ich möchte auch bald unbedingt mal DETOX machen bzw. ausprobieren, einfach um da mitreden zu können und eigene Erfahrungen zu sammeln :D

    Liebste Grüße ♥ Joana
    TheBlondeLion

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  4. Ich mach derzeit ebenso eine "Detox"-Kur. Wobei ich es eher Entwöhnungskur nenne. Auf meinem Speiseplan steht Obst und Gemüse in all seinen Varianten. Das ganze mache ich ca. drei Wochen. Anschließend sitzt meine Ernährungsintuition wieder dort wo sie hingehört. Zu vor habe ich mich an Rohkost versucht. Ist ganz nett aber auf Dauer nicht meins.

    Meine normale Ernährung ist vegan, frei von Zucker, Weizen und künstlichen Zusätzen. Da ich aber an einer allgemeinen Entwöhnungschallenge arbeite, hab ich öfters mal nicht so genau hingesehen. Selbsterfahrung im Bezug auf eine Entwöhnung ist immer noch der beste Lehrmeister.

    Man unterschätzt einfach zu sehr die Wirkung von Zucker, Koffein und den chemischen Zusätzen. Ich finde es immer wieder toll, wenn Menschen sich intensiv mit ihrer Ernährung auseinandersetzen. In den meisten Produkten stecken einfach zu viele Dinge, die der Mensch nicht benötigt und ihn belasten.

    Aus eigener Erfahrung kann ich jedem nur raten, einmal selbst etwas ähnliches wie Detox zu probieren. Vielleicht hat auch der ein oder andere Lust bei meiner Challenge mit zu machen. Gemeinsam ist man weniger allein und kann sich auch besser austauschen.

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